Umweltfreundliche Klassenfahrt von Deutschland nach Süditalien: Lernen, erleben und dabei das Klima schonen
Eine Klassenfahrt gehört zu den Highlights der Schulzeit – neue Eindrücke, gemeinsames Abenteuer
und unvergessliche Erlebnisse. Doch wie lässt sich eine solche Reise gestalten, ohne dabei der Umwelt zu schaden? Immer mehr Schulen setzen auf nachhaltige Konzepte und verzichten auf Flugreisen. Ein gelungenes Beispiel dafür ist eine umweltfreundliche Klassenfahrt von Deutschland (wie zum Beispiel Stuttgart) nach Süditalien – genauer gesagt nach Casal Velino an der Küste des Cilento-Nationalparks.
Umweltfreundliche Anreise – mit Zug oder Bus statt Flugzeug
Der erste und oft größte Hebel zur CO₂-Reduktion bei Klassenfahrten liegt in der Wahl des Transportmittels. Ein Flug von Stuttgart nach Neapel verursacht pro Person etwa 280 kg CO₂. Im Vergleich dazu produziert eine Bahnfahrt auf derselben Strecke – rund 1.300 Kilometer – nur etwa 30 bis 40 kg CO₂ pro Person, also fast 90 % weniger! Selbst der Reisebus schneidet mit etwa 60–80 kg CO₂ pro Person deutlich besser ab als das Flugzeug.
Natürlich dauert die Anreise mit dem Zug länger – aber das ist kein Nachteil: Nachtzüge oder kombinierte Tagesfahrten mit Übernachtungsstopp machen die Reise zu einem Erlebnis. So beginnt die umweltfreundliche Klassenfahrt nicht erst am Zielort, sondern bereits mit dem Einstieg in den Zug.

Cilento – mediterrane Idylle mit nachhaltigen Ansätzen
Angekommen in Casal Velino bei Blue Soul erwartet die Schülerinnen und Schüler ein beschaulicher
Ort an der Küste des Cilento-Nationalparks. In Süditalien ist Nachhaltigkeit zwar noch nicht überall
Standard, doch viele traditionelle Elemente entsprechen bereits ökologischen Prinzipien.
So ist das Essen in der Region fast durchgehend regional und saisonal – ein echtes Vorzeigemodell der sogenannten mediterranen Diät, wie sie Ancel Keys in den 1950er-Jahren wissenschaftlich beschrieben hat. Viel Gemüse, Olivenöl, Fisch und Hülsenfrüchte prägen den Speiseplan – ganz ohne lange Transportwege.
Große Hotelburgen sucht man im Cilento vergeblich – der Nationalpark erlaubt maximal zweistöckige
Bauten, was den Massentourismus weitgehend verhindert. Die Nächte sind angenehm kühl, was eine
Klimaanlage überflüssig macht. Viele kleinere Hotels setzen zudem zunehmend auf Solartechnologie
und versuchen, ihren Energieverbrauch zu senken.
Umweltfreundliche Aktivitäten mit Blue Soul
Bei Blue Soul kann man bei der Programmgestaltung zudem darauf achten, die Emissionen grundsätzlich klein zu halten und das Programm dementsprechend anpassen. So steht beispielsweise ein Projekttag „Umweltschutz in Süditalien“ zur Auswahl, der mit einem Vortrag beginnt und in einer
Kayaktour endet – inklusive Müllsammelaktion auf dem Fluss.
Weitere klimafreundliche Aktivitäten beinhalten:
- Catamaran-Ausfahrt mit Windkraft
- Windsurfen für Einsteiger – umweltfreundlicher Wassersport ohne Motor
- Geführte Bike- und Wandertouren durch die Hügel des Nationalparks
- Schnorcheln im kristallklaren Meer – ohne Emissionen, dafür mit vielen Aha-Erlebnissen
Die Schülerinnen und Schüler bewegen sich also nicht nur, sondern lernen aktiv etwas über ihre
Umwelt – mit minimalstem CO₂-Fußabdruck.

Umweltfreundliche Klassenfahrt mit kulturellem Rückweg
Auf der Rückreise der Klassenfahrt bietet sich ein Zwischenstopp in Pompei, Neapel oder Rom an – je nach Zeit und Interessen der Gruppe. Ob antike Ruinen, italienische Geschichte oder das urbane Flair Roms: Die Städte bringen eine spannende kulturelle Ergänzung zur naturnahen Woche im Süden. Auch hier bleibt man beim umweltfreundlichen Verkehrsmittel: Mit dem Zug lassen sich die italienischen Städte gut erreichen, und von dort geht es entspannt zurück nach Deutschland.
Fazit: Nachhaltig reisen, lernen und Spaß haben
Eine Klassenfahrt nach Süditalien muss kein Klimakiller sein – im Gegenteil: Mit dem Zug als
Hauptverkehrsmittel, regionaler Küche, kleinen Unterkünften und emissionsfreien Aktivitäten wie
Kajakfahren, Schnorcheln und Wandern wird die Reise nicht nur umweltfreundlich, sondern auch
lehrreich und abwechslungsreich.
Gesamtemissionen pro Person:
- Zug hin und zurück: ca. 60–80 kg CO₂
- Vor Ort (Aktivitäten): nahezu 0 kg CO₂
- Unterkunft & Verpflegung: vergleichsweise niedrig dank regionaler Strukturen
Ergebnis: Eine umweltfreundliche Klassenfahrt, die Spaß macht, Wissen vermittelt – und dabei den ökologischen Fußabdruck klein hält.

Abbildung 1: Vergleich des CO2-Ausstosses der verschiedenen Reisearten für das Beispiel Stuttgart – Neapel

